Vegan aufs Festival? Sommer, Sonne, Partytime. Hört sich an, wie ein Claim aus der Bacardi-Werbung? Recht habt ihr. Uns geht es aber eher um die längst begonnene Festivalsaison. Wir sind absolute FestivalgängerInnen: Julia freut sich schon seit Monaten aufs Melt!, Jonas ist jährlich auf dem Appletree Garden anzutreffen und für Silvia ist das Haldern das schönste Wochenende des Sommers. Gute Musik und gute Freunde machen ein schönes Festival aus.

So schön, so gut. Sobald man aber als VeganerIn unterwegs ist – oder sogar ein ganzes Wochenende auf einem Zeltplatz hängt – stellt sich schnell die Frage nach den Mahlzeiten. Für uns ist es nun mal nicht ganz so einfach, schnell was zu Essen zu besorgen oder sich mal eben ein Würstchen auf den Grill zu werfen. Zwar haben wir schon mit Freude festgestellt, dass das kulinarische Angebot auf Festivals mittlerweile auch für uns etwas zu bieten hat – allerdings geht das durchaus ins Geld. Wir haben im Laufe der letzten Jahre dadurch gelernt, was man als Veganer oder Veganerin dabei haben sollte, um ein Festival gut genährt zu überleben. Hier unsere Tipps:

1. Für den Notfall vorsorgen

Etwas das immer geht, sich hält und wofür man weder Grill noch Campingkocher braucht, gehört in jedes Gepäck. Für uns tut es etwa eine Packung reichhaltiges Schwarzbrot und eine Dose veganer Brotaufstrich.

2. Denkt an die Elektrolyte

Elektrolyte sind wichtig, vor allem bei fröhlichem Alkoholkonsum – das wissen wir spätestens seit „Herr Lehmann“. Chips kommen für uns allerdings nicht immer in Frage: Häufig wird mit Wild, Geflügel oder Fischsoße gewürzt oder bei der Produktion Lab oder Milchprodukte verwendet. Einfacher sind da Salzstangen oder gesalzene Nüsse – hier ist kein verstecktes Tier drin und die Zufuhr der Elektrolyte ist gesichert.

3. Das sind doch alles Peanuts

Wo wir beim Thema Nüsse sind: Studentenfutter sollte immer irgendwo im Rucksack zu finden sein. Nichts liefert so schnell Zucker und Energie wie eine Handvoll Rosinen mit Nüssen. Gegenüber Schokolade hat Studentenfutter auch noch zwei Vorteile: Es ist gesünder und schmilzt nicht in der Sonne.

4. Frühe Energie fürs Tanzen

Die einfachste Variante für den Start in den Festivaltag ist eine Packung Müsli und Hafermilch (oder jede andere Milchalternative eurer Wahl). Haferflocken machen ungemein satt, die Trockenfrüchte und Nüsse im Müsli geben Energie und Hafermilch ist haltbar und jederzeit einsatzbereit – übrigens auch im Kaffee. Achtung: Löffel und kleine Plastikschüssel (oder -tasse) nicht vergessen.

5. Keine Lust auf braune Flecken

Obst und Gemüse auf dem Festival ist nicht unbedingt für jeden etwas – viele kommen an drei Festivaltagen auch ohne frische Vitamine aus. Allerdings können Obst und Gemüse einem wirklich helfen, wenn man mal was Frisches braucht. Hier drauf achten: Am besten halten sich die Produkte, die nicht direkt angebeult sind oder braun werden. Möhren, harte Äpfel, Radieschen oder Kohlrabi sind erfahrungsgemäß am am widerstandsfähigsten.

6. Wenn alle Stricke reißen

Wenn alle Reserven aufgebraucht sind und kein veganer Stand auf dem gesamten Gelände zu finden ist: Sucht Fritten! Energie, Elektrolyte und sättigende Kohlenhydrate helfen jedem Veganer in Not – vor allem weil es die gute alte Pommes an jedem Wurstgrill gibt und ihr nicht lange suchen müsst. So richtig gesund sind Fritten natürlich nicht, helfen tun sie aber ungemein. Achtung: Erkundet euch vorher, ob die Fritten auch tatsächlich in Pflanzenfett ausgebacken werden und welche Zusatzstoffe verwendet werden (meistens sind Fritten jedoch vegan). Die Mayo müsst ihr in den meisten Fällen jedoch weglassen, dafür sorgt Ketchup für den Extra-Zuckerrush.

Verhungern werdet ihr und wir also nicht. Diese Festivals können kommen! Wir sehen uns dann also tanzend vor der Bühne gleich links!

Posted by:Julia

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